Ich habe mich daran gewöhnt, an die Unterbrechungen, die bleierne Müdigkeit tagsüber, die Augenringe, das fremde Spiegelbild am frühen Morgen.
B.enno bekommt davon nichts mit. Für ihn gebe ich 110% und mehr und das tue ich aus ganzem Herzen gerne.
Wenn ich doch mal jammern muss, dann bei meinem Schatz oder bei Leidensgenossinnen. Deren Erfahrungen bestätigen mich auch darin, das Thema nicht an die große Glocke zu hängen. Von Aussenstehenden kommen gern Kommentare, die einem schon im ausgeschlafenem Zustand die Augen verdrehen lassen: Abstillen, Schreien lassen, Gute Abend Brei - am besten mit Keks, ausquartieren, meiner hat immer durchgeschlafen, usw.
Und dann gibt es noch die zusätzlichen Energieräuber. Irgendwann in den letzten Monaten ist mein dickes Fell verfusselt und verschwunden. Ich bin verletzbarer geworden, sensibler. Und ab und an kommt dann ein richtiger Schlag ins Gesicht und die Gedanken und die Grübeleien darüber lassen mich noch weniger schlafen.
Dann frage ich mich, ob meine Ex-Kollegin mit ihrem Kind deshalb nach Australien ausgewandert ist. :)
Der süßeste kleine Schlafmangel-Verursacher der Welt.


