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Samstag, 19. April 2014

Grenzerfahrungen

Hier habe ich vor ein paar Wochen ja bereits über unsere Nächte erzählt. Geändert hat sich nicht viel.

Ich habe mich daran gewöhnt, an die Unterbrechungen, die bleierne Müdigkeit tagsüber, die Augenringe, das fremde Spiegelbild am frühen Morgen.
B.enno bekommt davon nichts mit. Für ihn gebe ich 110% und mehr und das tue ich aus ganzem Herzen gerne. 

Wenn ich doch mal jammern muss, dann bei meinem Schatz oder bei Leidensgenossinnen. Deren Erfahrungen bestätigen mich auch darin, das Thema nicht an die große Glocke zu hängen. Von Aussenstehenden kommen gern Kommentare, die einem schon im ausgeschlafenem Zustand die Augen verdrehen lassen: Abstillen, Schreien lassen, Gute Abend Brei - am besten mit Keks, ausquartieren, meiner hat immer durchgeschlafen, usw.

Und dann gibt es noch die zusätzlichen Energieräuber. Irgendwann in den letzten Monaten ist mein dickes Fell verfusselt und verschwunden. Ich bin verletzbarer geworden, sensibler.  Und ab und an kommt dann ein richtiger Schlag ins Gesicht und die Gedanken und die Grübeleien darüber lassen mich noch weniger schlafen.
Dann frage ich mich, ob meine Ex-Kollegin mit ihrem Kind deshalb nach Australien ausgewandert ist. :) 

 Der süßeste kleine Schlafmangel-Verursacher der Welt.

Mittwoch, 25. September 2013

Nähe und Distanz

Am Montag hatte ich einen mittelschweren Nervenzusammenbruch, Grund dafür war ein verzweifelt schreiendes, völlig reizüberflutetes Baby. Nichts konnte ihn beruhigen und so trug ich meinen armen Schatz 2 Stunden lang durch die Wohnung, ebenfalls weinend.
Als er gerade vor Erschöpfung schluchzend eingeschlafen war rief mein Schatz an und bekam meinen ganzen angestauten, durch akuten Schlafmangel verstärkten Ärger zu spüren.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mit einem 3 Monate alten Baby so eine Horror-Tour zu veranstalten. Leider gab es Gründe, die das nötig gemacht haben.
Das Problem dabei: B.enno ist kein Partymodell. Er ist sensibel, er ist zurückhaltend und ein Beobachter. Wir konnten in der Vergangenheit mehrfach beobachten, dass er es nicht gut verträgt, wenn er im Mittelpunkt steht: "Ja du bist aber ein Süßer, ein Guter, lach doch mal, mach doch mal, dududu, mein B.ennolein,...".

Zum Schluß noch eine schöne Neuigkeit. B.enno hat mal wieder einen Schub gemacht, er lacht mit fremden Menschen, kann Dinge mit beiden Händen greifen und in den Mund stecken und beherrscht die Bauchlage sicher.

Den Wichtel hatte er schon im Krankenhaus.

Der Klassiker: Sophie la giraffe! :)